Referenteninterviews

"Effizientes und effektives Zielgruppen-Targeting im TV"

"Effizientes und effektives Zielgruppen-Targeting im TV"

Martin Schneider, CEO von ADMEIRA im Kurzinterview über die Perspektiven des Zusammenschluss von ADMEIRA und die Anforderungen an Marken in Zeiten des "digitalen Wandel".

1. ADMEIRA präsentiert beim SCHWEIZER MARKENKONGRESS das Forum „Neue Perspektiven“. Welche neue Perspektiven ermöglichen Sie nach dem Zusammenschluss dem Schweizer Werbe-und Medienmarkt?
M.S.:
 "Der Zusammenschluss komplementärer Assets und Kompetenzen ermöglicht die gemeinsame Entwicklung neuer, innovativer Werbeformen und -technologien in der Schweiz, die keiner der drei Partner im Alleingang anbieten könnte. Diese Innovationen machen beispielsweise TV-Werbung interaktiv und erlauben erstmals effizientes und effektives Zielgruppen-Targeting im TV."

2. Der Medienmarkt befindet sich in einem fundamentalem Umbruch, Stichwort „Digitaler Wandel“. Auf was kommt es für Marken in Zukunft an, wahrgenommen zu werden?
M.S.: 
"Aufgrund der Digitalisierung ist der Werbemarkt immer mehr globalisiert, technologisiert und fragmentiert. Langfristig kann man nur bestehen, wenn man Technologiesysteme, Daten und exklusiven Zugang zu hochstehenden Inhalten mit dem Vermarktungs-Know-How bündeln und unter einem Dach anbieten kann. Admeira ist eine Anwort auf  die sich stark verändernden Bedürfnisse von Werbeauftraggebern und Schweizer Medien. Eines von mehreren Zielen des Joint Ventures ist es, dass Werbetreibende zukünftig einfacher und effizienter von integrierten, individuellen Kommunikationslösungen über alle Medienkanäle hinweg profitieren und dadurch jede Zielgruppe in der Schweiz noch wirksamer erreichen können. Attraktive Kombi-Angebote und kundenindividuell zugeschnittene Lösungen über alle Mediengattungen werden das Angebot bereichern."

3. ADMEIRA ist seit April offiziell am Markt...Können Sie bereit ein erstes Fazit ziehen, welche Learnings gibt es?
M.S.:
 "Der Marktlaunch ist uns wunderbar gelungen. Darüber freue ich mich sehr. Alle in das Projekt involvierten Personen hatten nebst den Vorbereitungen für den Start von Admeira nebenher noch das normale Tagesgeschäft abzuwickeln. Das war für alle von uns eine grosse Herausforderung. Das Interesse an uns und unseren Dienstleistungen ist erfreulicherweise insbesondere von den Werbeauftraggeben sehr gross. Dass das Vorhaben nicht nur auf Befürworter stösst, war auch klar. Die Debatte zeigt aber auch die Wichtigkeit von unserem Vorhaben. Dies ist sehr motivierend und anspornend für die Zukunft. Denn noch stehen wir ganz am Anfang und es gibt noch viel zu tun."

Vielen Dank für das Interview!

"Viele Branchen sind (noch) kreatives Brachland"

"Viele Branchen sind (noch) kreatives Brachland"

Gabriel Peisker, Creative Director von erdmannpeisker, im Kurzinterview über Möglichkeiten und Chancen der KMU Kommunikation in Zeiten der Digitalisierung. 

1. Welche Kanäle der „KMU Kommunikation“ funktionieren besonders gut und weshalb?
G.P.:
 "Laut einer Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz ist der Top-Kanal heute immer noch das persönliche Gespräch und die Beziehungspflege, was für KMU mit direktem Kundenkontakt auch gut nachvollziehbar ist. Hier eröffnen die digitalen Medien und Social Media völlig neue Wege der Kontaktnahme und Kundenpflege. Gleich danach folgt das Internet. Der digitale Kunde ist heute im Netz, sucht, informiert und tauscht sich aus. Dies bietet grosse Chancen. Da sehen wir aber auch einen grossen Nachholbedarf für KMU. An dritter Stelle werden Anzeigen und Messen genannt. Gerade die Messen sind sicher branchenspezifisch zu sehen. Aus eigener Erfahrung können wir aber bestätigen, dass viele traditionelle Kanäle auch heute noch wichtig und richtig sind. Wir müssen in der Überführung von traditionellen Formen der Kommunikation sorgfältig vorgehen."

2. Wie können kleine und mittlere Unternehmen und Marken in der Kommunikation agieren, um die Aufmerksamkeit des Kunden zu gewinnen?
G.P.:
 "Ausgangspunkt ist auch heute noch eine eigenständige und relevante Botschaft, die aufmerksamkeitsstark inszeniert wird. Wenn wir diesen Kern haben, kann ein KMU mit einer guten Kreation enorm herausstechen, denn wir sehen viele Branchen, die heute noch kreatives Brachland sind. Zudem ist sicher das transmediale Storytelling ein wichtiges Stichwort: Integriert im Vorgehen und mediengerecht in der Aufarbeitung der Themen. Und eine veränderte Haltung: viele KMU sind in ihrer Zusammenarbeit sehr serviceorientiert, in der Kommunikation z.B. im Internet aber noch sehr abwartend und selbstbezogen."

3. Gibt es Vorteile der KMU Kommunikation im Gegensatz zu grossen „Marken-Playern"?
G.P.:
 "Die grössten Vorteile sehen wir vor allem auf der Kundenseite: die Entscheidungswege sind kurz und man redet meistens direkt mit den Entscheidungsträger. Dies kann zu sehr schellen Reaktionszeiten führen. Wir haben z.B. für Bimbosan einen Tag nach der Geburt der Federer-Zwillinge (es war Sonntag!) eine sehr erfolgreiche und aufmerksamkeitsstarke 2 für 1 Aktion durchgeführt. Da sind wir auch gleich beim zweiten Punkt: die Entscheidungen werden nicht firmenpolitisch gefällt. Mit guten Argumenten und Ideen kann man die Entscheidungsträger von einer aufmerksamkeitsstarken und risikoreicheren Massnahme überzeugen, was durch die Instanzen eines Konzerns sehr schwierig wird."

Vielen Dank für das Interview!

"Influencer Marketing hinterlässt einen positiven Eindruck der Marke"

"Influencer Marketing hinterlässt einen positiven Eindruck der Marke"

Fabian Plüss, Geschäftsführer von Kingfluencers, im Kurzinterview über den Erfolg und die Zukunft von "Influencer Marketing" und den Mehrwert gegenüber herkömmlichen Marketing-Maßnahmen.

Wer sind aktuell die Influencer „Stars“ und was macht Ihren Erfolg aus?

F.P.: "Unsere Kingfluencers Stars sind nicht die berüchtigten ganz grossen Namen wie „Federer & Co.“. Diese Stars sind einerseits sehr teuer und auf der anderen Seite doch schon sehr verbrauchte Werbeträger. Kingfluencers bedient sich den mittelgrossen Namen wie Elias Ambühl, Dominique Rinderknecht, Nicolas Müller, Kerstin Cook, Nadja Purtschert usw., die für Schweizer Verhältnisse sehr grosse Communities haben, eine top Performance an den Tag legen, und eine sehr grosse Glaubwürdigkeit und Credibility in ihren persönlichen, sozialen Netzwerken besitzen. Ihr Erfolg macht aus, dass sie authentische, subtile und sympathische Posts für Marken kreieren und verbreiten."

Welchen Mehrwert generiert Influencer Marketing im Gegensatz zu herkömmlichen Marketing-Maßnahmen?
F.P.: "Der Mehrwert von Influencer Marketing ist, dass die Influencer authentische, subtile, sympathische und persönliche Posts kreieren, welche nicht als plumpe Werbung wahrgenommen werden und so dem Follower einen positiven Eindruck der Marke hinterlassen wird. Man kann es als eine Art „Word of Mouth“ oder „Freund zu Freund“ Empfehlung betrachten. Bei einer Kampagne mit 20 Influencer sieht jeder Post etwas anders aus und ist auf den Influencer und dessen Community massgeschneidert, ohne dass die Brandmessage zu kurz kommt. Wir stimmen die Produkte und Brandmessages mittels professionellen Tools auf die Persönlichkeiten der Influencer ab, damit diese subtil, sympathisch und authentisch nach aussen getragen werden können - jeder Influencer steht zu 100% hinter den Produkten und konsumiert diese selber auch."

Wie wird Ihrer Meinung nach der Einfluss von Influencer in Zukunft sich entwickeln? Hype oder bald ein etabliertes Marketing-Instrument?
F.P.: "Es ist sehr wichtig, dass die Qualität der Influencer Posts sehr hoch sind. Plump gebrandete Influencer werden nicht lange über Wasser bleiben. Wir von Kingfluencers verstehen dies unter anderem als unsere Aufgaben, zwischen den verschiedenen Bedürfnissen der Brands und den Influencer zu vermitteln. Weniger offensichtliches Branding, tollen Mood, Lifestyle, schöne Stories und Brandwelten sind im Bereich Influencer Marketing viel effizienter und haben wesentlich grössere Interaktionsraten, und wirken am Ende viel Glaubwürdiger. Die Konsumenten sind sehr Werbeaffin geworden, sobald die Werbung als „Werbung" identifiziert ist, ist es bei den meisten Menschen vorbei und wirkt kontraproduktiv für den Brand. Gut gemachtes Influencer Marketing/Publishing wird zu einem etablierten Marketing-Instrument, das beweist das Ausland schon seit Jahren."

Vielen Dank für das Interview!

"Jeder Brand hat sein Geheimnis"

"Jeder Brand hat sein Geheimnis"

Ralph Hermann, Inhaber von Heads Corporate Branding im Kurzinterview über die Erfolgsfaktoren starker Marken und die Learnings von Ansätzen der Kriminalpsychologie in der Markenführung.

Was sind die Erfolgsfaktoren, wenn Marken zu einem „Love Brand“ werden wollen? Wie schafft man es die Kundensympathien für sich zu gewinnen?

R.H.: "Wie schafft man es, ein Herz für sich zu gewinnen? Indem man sich bei der angebeteten Person attraktiv in Szene setzt? Möglicherweise. Viel erfolgreicher ist aber, wer ganz genau zuhört, höchstes Interesse und Verständnis zeigt und Wünsche von den Augen ablesen kann. Bei Marken ist es ganz ähnlich: Eine «Liebesbeziehung» zwischen Marke und Kunde entsteht dann, wenn es der Marke gelingt, sich auf die individuellen und sich verändernden Einstellungen und Motive auszurichten und die Wünsche des Kunden zu übertreffen."

Welche Prozesse müssen dazu vollzogen werden? Was ist Ihrer Erfahrung nach ein erfolgreiches „Marken-Gerüst“?
R.H.: 
"Das Gerüst besteht aus drei Pfeilern: Authentizität, Relevanz und Differenzierung. Eine Marke ist nur so authentisch, wie sie von den Mitarbeitenden gelebt werden kann. Eine Marke ist nur so attraktiv, wie sie die Bedürfnisse der Kunden trifft. Und eine Marke ist nur so eigenständig, wie sie eine echte Alternative darstellt. Gelingt es ihr, diese Pfeiler aufrecht zu halten, ist sie gut gerüstet."

Beim SCHWEIZER MARKENKONGRESS präsentieren Sie das Forum „Brand Profiling“und präsentieren unter anderem einen FBI-Profiler als Speaker. Was kann man von der Vorgehensweisen von Kriminalpsychologen für die Markenführung nutzen?
R.H.: 
"Vor einigen Jahren haben wir uns gefragt, ob wir nicht noch effizienter und präziser zum Markenkern unserer Kunden vordringen können. Dabei haben wir den Fallanalytiker Dr. Thomas Müller kennengelernt und erfahren, wie FBI-geschulte Profiler in hohem Tempo und mit wenig Anhaltspunkten rasch zum Ziel kommen. Von der Denkweise eines Profilers kann man viel für die Markenführung nutzen. Ein wichtiges Learning ist zum Beispiel, sich selbst in der Analyse aus der Bedeutung zu nehmen. Jeder Fall, respektive jeder Brand, hat sein eigenes Geheimnis, das es zu ergründen und auszuspielen gilt. So erhöhen wir mittels Ansätzen des Profilings die Objektivität unserer Analyse. Weitere nutzbringende Parallelen von Profiling und Branding dann aber am SCHWEIZER MARKENKONGRESS."

Vielen Dank für das Interview!

STRESS: "Glaubhaftes" VW-Testimonial

STRESS: "Glaubhaftes" VW-Testimonial

Oliver Stegmann, Markenchef VW PW bei der AMAG Automobil- und Motoren AG, im Interview über "Sympathieträger" STRESS als VW-Testimonial und die Ziele Volkswagens mit der "Road to Blue"-Kampagne.

Wie haben Sie die Arbeit mit Rapper STRESS als Testimonial für die VW-Kampagne „Road to Blue“ empfunden? Aus welchen Gründen wurde er als Markenbotschafter ausgewählt?

O.S.: "Die Zusammenarbeit mit STRESS im Rahmen der "Road to Blue"-Kampagne war sehr professionell und angenehm. Er hat von Beginn weg aktiv an der Entwicklung der Kampagne mitgearbeitet. Unsere Wahl fiel auf STRESS, da er sich seit langem glaubhaft für das Thema Nachhaltigkeit einsetzt und ein Sympathieträger in der ganzen Schweiz ist."

Was erhoffen Sie sich für die Marke VW durch die „Road to Blue“-Werbekampagne? Welchen Stellenwert nimmt Social Media in der Kampagne ein?
O.S.: 
"Das Ziel der Kampagne ist es, VW als verantwortungsvolle Marke zu positionieren, welche mit energieeffizienten Antrieben die Umwelt schont. Social Media nimmt einen grossen Stellenwert ein, die Kampagne ist z.B. mit über 220'000 Aufrufen auf YouTube sehr erfolgreich aufgenommen worden."

Was dürfen die Teilnehmer von Ihrem Vortrag am SCHWEIZER MARKENKONGRESS erwarten?
O.S.: 
"Weitere interessante Insights zu VW und der "Road to Blue"-Kampagne."

Vielen Dank für das Interview!

Ragusa: "Verjüngungsprozess mit Lara Gut"

Ragusa: "Verjüngungsprozess mit Lara Gut"

Heinz Reber, Vertriebs- und Marketingleiter bei Chocolats Camille Bloch, im Interview über den Verjüngungsprozess der Marke Ragusa und den Anteil, den Markenbotschafterin Lara Gut daran hat.

Wie lautet Ihr persönliches Fazit zur (bisherigen) Zusammenarbeit mit Ragusas Markenbotschafterin Lara Gut? Ist die Neupositionierung der traditionellen Marke Ragusa gelungen?

H.R.: "Eine wichtige Zielsetzung und gleichzeitg grosse Herausforderung ist, wie man die 73-jährige Kultmarke Ragusa verjüngern kann, um auch nachkommende Generationen zu begeistern. Um diesen Verjüngungsprozess umsetzen zu können, wollten wir aus den bisherigen Kommunikationsbahnen ausbrechen und Ragusa ein Gesicht geben. So kam es, dass wir auf die erfolgreiche Athletin Lara Gut aufmerksam wurden und schliesslich mit Ihr eine gut funktionierende Partnerschaft aufbauen konnten.
Unsere Analysen haben ergeben, dass die Verbindung von Lara Gut und Ragusa nicht nur bei der jungen Zielgruppe positiv ankommt, sondern auch bei der älteren Generation. Das ist für uns sehr wichtig, denn wir wollen die bestehenden Kunden mit dem neuen Ragusa-Markengesicht nicht vor den Kopf stossen. Zusätzlich ist die Kombination zwischen der Innovation Ragusa Blond und Lara Gut optimal. Ausgehend von den erwähnten Zielsetzungen, die wir mit Lara Gut erreichen wollen, befinden wir uns also auf einem guten Weg."

Lara Gut ist eine der am besten vermarkteten Schweizer Sportlerinnen. Die Reihe der Sponsoren ist lang. Wie wichtig war Ihnen Exklusivität?
H.R.: 
"Ein Haupt-Sponsoring ermöglicht es dem Unternehmen sich deutlich zu profilieren. Eng im Zusammenhang mit dem Auftritt als Haupt-Sponsor steht der wesentliche Vorteil der Exklusivität. Somit sichert sich der Sponsor, dass der Sponsornehmer von keinem anderen Unternehmen aus der gleichen Branche unterstützt wird. Das war auch für uns der wichtigste Ansatz. Um jedoch effektiv zu sein, müssen sich die Sponsoring-Aktivitäten möglichst nahtlos in die Kommunikationsstrategie der Marke Ragusa einfügen. Dies haben wir getan, indem wir Lara Gut in zwei TV-Spot-Kampagnen als Hauptdarstellerin in Szene gesetzt haben."

Auf was dürfen sich die Zuhörer freuen, wenn Sie am 18. Juni beim SCHWEIZER MARKENKONGRESS das Erfolgsrezept von Ragusa preisgeben?
H.R.: 
"So laut und kantig wie Ragusa mit der neuesten Kreation "Blond" rockt keine andere Schokolade. Die Kultmarke aus dem Hause Chocolats Camille Bloch erfindet sich mit Innovationen immer wieder neu. In der Kommunikation arbeitet der Premiumhersteller von Schokoladenspezialitäten seit 4 Jahren mit der Schweizer Skirennfahrerin Lara Gut zusammen, um die Neupositionierung des Schweizer Schokoladenklassikers zu verjüngern."

Vielen Dank für das Interview!